Was sind Edelmetalle?

Gold, Silber, Bronze – Edelmetalle

Gold, Silber, Bronze – Edelmetalle

Edelmetalle werden als Metalle mit besonderer Korrosionsbeständigkeit definiert. Das bedeutet, dass sie nur schwer chemische Verbindungen eingehen können.

Zu den bekanntesten Edelmetallen gehören unter anderem Gold, Silber und Platin. Aber auch Kupfer, Quecksilber und einige andere werden den Edelmetallen oder Halbedelmetallen zugeordnet.Bereits die Sumerer verarbeiteten 5000 Jahre vor Christus Gold zu Schmuck, Gebrauchs- und Kulturgegenständen. Die Ägypter waren die ersten, die ein Schmelzverfahren für Edelmetalle entwickelten, mit dem es ihnen möglich war auch die kleinsten Goldpartikel, die sie dem Nil entnahmen, zu Tiegeln zusammenzuschmelzen. Die dafür nötigen Temperaturen erzeugten sie mithilfe von Blasrohren. Erst wesentlich später schafften es die alten Kulturen, beinahe reines Gold herzustellen. Zuvor war es ihnen nicht möglich gewesen, den Silberanteil vom Gold zu trennen.

In der weiteren Entwicklung gelang es den Menschen durch Beigabe anderer Metalle (Legieren), Gegenstände mit nie da gewesener Härte zu schaffen. Nach und nach wurde eine Goldbergbaukultur etabliert und unglaublich große Mengen Gold und Silber wurden ans Tageslicht gefördert.

Das Wissen um die Edelmetallgewinnung wurde später von den Römern übernommen und verbreitete sich auch auf die anderen Hochkulturen der damaligen Zeit. Im Mittelalter gab es nur wenige Bergwerke in Europa, eher wurde Gold durch einfache Waschtechniken aus Flüssen gefördert.

Mit der Entdeckung Amerikas und der dortigen Goldschätze gelang es den Spaniern riesige Mengen des Edelmetalls nach Europa zu schaffen und für einen unvergleichlichen Aufschwung der Wirtschaft zu sorgen.

Der allseits bekannte Goldrausch begann um 1700 und zog Abenteurer zu den Flüssen Brasiliens, das in wenigen Jahren zum weltweit größten Goldproduzenten aufstieg. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das gelbe Edelmetall in Kalifornien entdeckt. Der darauf folgende Goldrausch verschaffte nun den USA den ersten Platz unter den Goldproduzenten.

Wenige Jahre später wurden Goldvorkommen in Australien entdeckt, die zum größten Teil nach Europa verschifft wurden und London sich dadurch zum wichtigsten Goldhandelsplatz etablierte.

In den 1920ern entschied man sich zur Nutzung des Goldes als Deckungsmittel für die umlaufende Geldmenge. Nach den Kriegen wurde der Goldpreis von den Notenbanken mehrmals angepasst, wodurch es zu einer Abwertung des Goldes kam. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der IWF (Internationale Währungsfonds) gegründet. Damit verpflichteten sich dessen Mitglieder ihre Währungen einem bestimmten US-Dollar Preis anzupassen.

Erst Ende der Siebziger, mit der Etablierung des freien Marktes, kletterte der Goldpreis mehrere Stufen nach oben, musste aber in den folgenden Jahren wieder Verluste hinnehmen. Seit dem 11. September 1999 kam es zu einer  anhaltenden Wertsteigerung. 2008 war der Goldpreis so hoch wie nie zuvor, verlor dann aber wieder an Wert. Dennoch zählt das goldende Edelmetall heute noch zu den stabilsten Investitionsformen.

Parallel zum Gold lief auch die Entdeckung und Verarbeitung des Silbers. Platin wurde in Schmuck entdeckt, das 3000 Jahre vor Chr. hergestellt wurde. Damals war es den Schuckschmieden nicht möglich gewesen, Platin von Gold zu trennen. Im 17. Jahrhundert brachten die Spanier Platin als Begleitmaterial zum Gold mit. Erst später wurden Verfahren entwickelt, mit denen die Extraktion von Platin möglich war.

Edelmetalle finden heutzutage beinahe überall Verwendung. Sie werden zum Maschinenbau eingesetzt, als Leitermaterial für Mikroprozessoren oder in der Medizin als Zahnersatz- oder Füllungsmaterial. Doch die Schmuckindustrie ist wohl der größte Abnehmer der bekannten Edelmetalle. Sie verarbeitet diese zu Ringen, Ketten, Uhren, Armbändern, Ohrringen und vielen anderen Schmuckstücken.

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