Alternativen zum Tagesgeld: FinTechs revolutionieren die Geldanlage

FineTechs sind neue Lösungen der Geldanlage

Sparer mit konventionellen Anlagen erwirtschaften längst keine Rendite mehr, besorgt stellen sie oft reale Verluste fest. Wo kann das Geld heute sicher und gewinnbringend parken? Den Banken gehen offenbar die Ideen aus, in die Lücke springen FinTechs wie vaamo.

Was ist von klassischen Geldanlagen 2016 zu erwarten?

Tagesgeldanlagen lohnen sich bei deutschen Banken schon länger nicht mehr, selbst Festgeld wirft nur noch kümmerliche Zinsen ab. Das Sparbuch mit seinen Zinsen unter der Inflationsrate ist inzwischen ein definitiver Verlustbringer geworden. Der Hintergrund: Die europäischen Leitzinzen, vorgegeben von der EZB, sind schon eine Weile sehr niedrig (0,05 %) und werden es voraussichtlich auch bleiben. Die Europäische Zentralbank hat 2014 ein Anleiheaufkaufprogramm gestartet und dieses im Spätherbst 2015 nochmals erweitert. Dieses sogenannte Quantitative Easing ist eine Maßnahme zur Stabilisierung der Märkte, die eingesetzt wird, wenn es mit den Zinsen nicht mehr weiter nach unten gehen kann. Das bedeutet: Erst wann das QE-Programm per sogenanntem Tapering beendet wird, könnte als nächster Schritt eine Zinsanhebung folgen, wie es die US-amerikanische FED in den Jahren 2013 bis 2015 vorgemacht hat. Wenn man dieses Vorbild beherzigt, liegt ein weiter Weg vor den Europäern. Auf Tagesgeld und ähnliche Sparanlagen sollte daher vorläufig niemand setzen.

Was leisten FinTechs?

FinTechs sind Finanztechnologie-Unternehmen, die Finanzdienstleistungen mit modernen Technologien verknüpfen. Vielfach geht es um Geldanlagen, doch auch Versicherungslösungen gehören dazu, obgleich sich hier teilweise der Begriff InsurTech durchsetzt. Grundsätzlich geht es darum, dass neuartige Lösungen mit Online-Unterstützung (oder ausschließlich webbasiert) den Finanzdienstleistungsbereich entscheidend weiterentwickeln.

Den Kunden kommt das durch sagenhaft günstige Konditionen zugute. Im klassischen Anlage- bzw. Beratungsbereich werden nämlich unverschämt hohe Provisionen verdient, die natürlich der Kunde zahlt. Es gibt unterschiedliche Gestaltungsbereiche für FinTechs, etwa die Banken- und Versicherungsindustrie, weitere Sektoren der Finanzindustrie und rein fachliche Anwendungsbereiche, die sich nach Absichern, Anlegen, Finanzieren, Vorsorgen und Beraten kategorisieren lassen. Mobile Bezahllösungen gehören ebenso zum FinTech-Bereich wie die modernen Social Trading Lösungen im Anlagebereich, Peer-to-Peer Lending (Retail Banking) und die Crowd Finanzierung von Start-ups. Die Bereiche weiten sich immer mehr aus, man zählt auch Community Banking Ansätze für das C2C-Business dazu oder das Online Portfolio Management im B2C-Bereich. Viele der Unternehmen wurden bereits auf Internetplattforemn wie z.B. auf sicheregeldanlage.info ausführlich getestet.

Beispiele für FinTechs

Im Folgenden sollen drei Unternehmen mit unterschiedlichem Schwerpunkt vorgestellt werden. Damit lässt sich die breite Aufstellung von FinTech-Unternehmen am besten erklären:

  • Number26 ist ein FinTech-Unternehmen mit dem innovativen Angebot eines sehr kundenfreundlichen Girokontos. Es lässt sich online nicht nur über den Webbrowser, sondern auch über mobile Apps nutzen, bislang können Nutzer von Android- und iOS-Geräten aus darauf zugreifen. Alle Number26 Varianten glänzen mit ihrem modernen und übersichtlichen Design. Auch die Anwendungen sind sehr fortschrittlich, beispielsweise Geld an Freunde überweisen, ohne eine IBAN oder BIC eingeben zu müssen. Push-Benachrichtigung können für jede Transaktion gewählt werden, auch Statistiken zur Kontrolle aller Ausgaben und individuelle Sicherheitseinstellungen bietet das Konto. Dieses wird dabei komplett kostenlos angeboten. Das FinTech-Unternehmen verdient Zinsen an der Anlage von Kundengeldern, die immer noch mit einem winzigen Tagesgeldsatz verzinst werden. Die Kontoeröffnung ist per Verifizierung mit einem Video-Chat (sogenanntes Video-Identverfahren) in rund acht Minuten möglich.
  • Der FinTech-Dienstleiter asuro bietet Versicherungslösungen für die Hosentasche. Hierzu hat das Start-up eine App entwickelt, die das Vergleichen und Verwalten unterschiedlichster Versicherungsangebote und -verträge über das Smartphone ermöglicht. Die Schadensmeldung erfolgt natürlich ebenso per Fingertipp. In akuten Notsituationen können die Anwender den integrierten Notfall-Guide nutzen und sich auch via App-Chat persönlich beraten lassen. Die App verschafft den Nutzern nicht nur mobilen Komfort, sie reduziert auch den bisherigen Verwaltungsaufwand enorm, der sich aus zahlreichen Anbieterbeziehungen ergibt. Die Verträge, Kostenstrukturen und Laufzeiten verwaltet die asuro App nun sehr bequem und übersichtlich, die Lösung gilt als höchst intuitiv. Das Unternehmen verbindet aber auch Technologie und Beratungskompetenz, zudem können die Kunden ihre Verträge auf Wunsch ändern. Gewohnte Beratungsleistungen sind inklusive, die Identifikation der Lücken beim Risikoschutz und ihr Schließen werden beispielsweise sehr gut unterstützt.
  • FinTech-Unternehmen vaamo: Bei diesem Unternehmen geht es um die renditeträchtige Geldanlage in einem breit gestreuten Wertpapier-Portfolio. Das funktioniert über Desktop- und Mobil-Lösungen, die so transparent, flexibel und günstig gestaltet wurden, dass Kunden stets die volle Kontrolle über ihre Geldanlage behalten. Diese erfordert keinen Mindestanlagebetrag und ist jederzeit kündbar. Die Bedienung der Tools wurde intuitiv gestaltet, Finanzwissen ist nicht erforderlich. Wichtig für Anleger dürften die sehr geringen Kosten sein, die gerade im Anlagebereich eine erhebliche Rolle spielen. Das FinTech-Unternehmen vaamo erhebt nur eine günstige Servicepauschale, aber keine sonstigen Aufschläge beziehungsweise Transaktions- oder Depotgebühren. Ohnehin entstehen Kosten nur bei einer tatsächlichen Anlage, sämtliche Informationen stellt vaamo kostenlos bereit. Anleger können, müssen aber nicht ihr Anlageziel und die Anlagedauer definieren, ebenso können sie sich für einen regelmäßigen, gelegentlichen oder einmaligen Anlagebetrag entscheiden. Über das angelegte Geld können sie jederzeit verfügen. Die pauschale Gebühr dafür fällt sensationell günstig aus. Bis zu einer Anlagesumme von 30.000 Euro beträgt sie nur 0,99 % vom Anlagebetrag, zwischen 30.001 bis 50.000 Euro sind es nur 0,79 % und über 50.000 Euro sogar nur noch 0,49 %. Das ist wirklich unglaublich günstig, wenn man es beispielsweise mit Aufgabeaufschlägen von Fonds um rund 5 % vergleicht. Es beweist gleichzeitig, was FinTechs leisten können.

Bildquelle: bigstock-ID-91692917-by-Putilov_Denis

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