Bilanzsumme

Bilanzsumme errechnet sich durch die Addition sämtlicher Positionen auf der Aktivseite und der Passivseite einer Bilanz. Beide Seiten (Aktiv und Passiv) müssen bei einer ordnungsgemäßen Bilanz stets die gleichen Bilanzsummen aufweisen.

Bilanzsumme

Ein Abzug von einzelnen Positionen aus der Bilanzsumme ist nicht statthaft.

Die Bilanz – der Jahresabschluss in Verbindung mit der GuV

Ein Abzug von einzelnen Positionen aus der Bilanzsumme ist nicht statthaft. Das Gleiche gilt auch für auf der Passivseite ausgewiesene Wertberichtigungen. Wertberichtigungen können auch indirekte Abschreibungen sein. Laut Gesetz kann ein Unternehmen wegen schwankenden Bilanzsummen zur Aufstellung eines Jahresabschlusses mit einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) verpflichtet werden. Dies ergibt sich aus § 157 Abs 1 AktG und § 157 Abs. 4 AktG.

Kontrollbedürfnisse verschiedenster Art der Kapitaleigner, Arbeitnehmer, Gläubiger und Finanzverwaltungen erfordern Informationen über den Erfolg einer betrieblichen Aktivität und somit der Bilanzsumme. Der Gewinn, wie auch der Verlust, wird durch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nachgewiesen, in der die Vermögens- und Kapitalsituation durch die Bilanz und der Bilanzsumme nachgewiesen wird.

Die Buchführungspflicht und die Bilanz in Verbindung mit der GuV führen zu einem betriebswirtschaftlichen Jahresabschluss. Dabei müssen die Bestände richtig bewertet werden und der Wahrheit entsprechen. Auch der Ausweis aller Vermögens- und Kapitalteile muss in der Handels- und Steuerbilanz den gesetzlichen Normen entsprechen. Dabei sind die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Bilanzierung und Buchführung einzuhalten.

Die Höhe der Bilanzsumme ist nur dann aussagekräftig, wenn die Bewertung und auch die Bilanzgliederung korrekt erfolgten. Der Inhalt einer Bilanz kann unterschiedlich interpretiert werden und verfälscht dadurch auch die Aussagekraft der Bilanzsumme.

Der Anteil des Eigenkapitals – die Eigenkapitalquote

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme oder dem Gesamtkapital wird durch die Eigenkapitalquote ermittelt. Je höher diese Kennzahl ist, umso weniger Fremdkapital ist im Unternehmen vorhanden und umso weniger ist das Unternehmen verschuldet. Eine hohe Eigenkapitalquote verhilft in schlechte Zeiten zu Fremdkapital, denn eine hohe Eigenkapitalquote erhöht die Bonität des Unternehmens und schützt vor Insolvenzen.

Der Cash Flow, englisch für Kassenfluss oder auch eigenerwirtschaftete Mittel, stellt eine wirtschaftliche Messgröße dar. Mit dieser Kennzahl werden die in der Geschäftstätigkeit erzielten Gewinne in einer bestimmten Periode dargestellt. Diese Messgröße dient dazu, die finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen.

Die Umsatzrentabilität, auch als Umsatzrendite bezeichnet, ist eine Messgröße und Kennziffer, die das Verhältnis von Gewinn zum Umsatz in einer bestimmten Periode ermittelt. Die Umsatzrendite ist eine Prozentzahl und bezieht sich immer auf einen Euro Umsatz. Wird von einer Umsatzrendite von 15 % gesprochen, so bedeutet dies, dass 15 Cent Gewinn pro Euro verkauftes Produkt erwirtschaftet wurde. Steigt die Umsatzrentabilität eines Produktes bei gleichbleibendem Verkaufspreis, so steigt automatisch auch die Produktivität.