Die Sozialversicherung

Einleitung

Die Sozialversicherung ist eine gesetzlich verpflichtende Versicherung, deren Beiträge mit einem gesetzlich festgesetzten Satz vom Bruttolohn bzw. Bruttogehalt entrichtet werden. Zumeist zahlt der Arbeitnehmer die eine Hälfte und der Arbeitgeber die andere Hälfte des entsprechenden Satzes der Versicherungssäulen, mit Ausnahme der Unfallversicherung, die der Arbeitgeber allein übernimmt.

Die Sozialversicherung grenzt sich von den Sachversicherungen dahingehend ab, dass sie weder privat noch individuell, sondern gesetzlich und kollektiv charakterisiert ist. Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer besitzt einen Sozialversicherungsausweis.

Die Säulen der Sozialversicherung

Die Sozialversicherung ist eine gesetzlich verpflichtende Versicherung

Die Sozialversicherung ist eine gesetzlich verpflichtende Versicherung

Die Sozialversicherung besteht aus fünf Säulen, die nachfolgend aufgeführt werden:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Unfallversicherung

Aufgaben und Funktionen der Sozialversicherung

Der Sinn und Zweck der Sozialversicherung besteht darin, kollektiv in einer Gesellschaft Versicherungsbeiträge aus den Bruttolöhnen bzw. Bruttogehältern der Arbeitnehmer zu gewinnen, um Bedürftige unter den jeweiligen Sozialversicherungssäulen finanzieren zu können.

So werden kranke Menschen aus der Krankenversicherung, Pflegebedürftige aus der Pflegeversicherung, Rentner aus der Rentenversicherung und Arbeitslose aus der Arbeitslosenversicherung finanziert.

Die Behandlung von Arbeitsunfällen bzw. Unfällen, die auf dem Weg zum Arbeitsplatz oder auf dem Heimweg vom Arbeitsplatz entstanden sind, wird aus der Unfallversicherung finanziert.

Bildlich kann man sich das System der Sozialversicherung folgendermaßen vorstellen: Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen einen prozentual festgesetzten Teil des Bruttoverdienstes des Arbeitnehmers in einen Topf. Aus diesem Topf wird das vorhandene Geld entnommen und auf die Bedürftigen verteilt. Dieses System wird soziales Netz genannt.

Im Prinzip ist jeder Mensch dem Risiko ausgesetzt, eines Tages bedürftig zu sein, sei es im Falle einer Krankheit oder im Falle des Verlustes seiner Arbeit. Dann wird er aus dem Topf des entsprechenden Versicherungszweiges der Sozialversicherung finanziert, womit seine entstandene finanzielle Lücke gestopft wird.

Spätestens im Rentenalter wird ein Mensch bedürftig und erhält somit seine Rente aus dem Topf der Rentenversicherung. Damit kommt der Sozialversicherung ein gesellschaftlich-symbiotischer Charakter zu.

Abschließend muss noch erwähnt werden, dass es für die Beiträge eine obere Grenze gibt, die sich Beitragsbemessungsgrenze nennt, d. h. Großverdiener brauchen ihre Beiträge nur im Rahmen des höchsten Verdienstes innerhalb der Beitragsbemessungsgrenze abführen, selbst wenn ihr Bruttolohn oder Bruttogehalt über diesen höchsten Verdienst liegt.