Euro zu Britischen Pfund Währungsrechner

Das Britische Pfund ist eine Wähung mit spannender historischer GeschichteFoto ©Bigstock

Keine andere noch im Umlauf befindliche Währung kann eine solche Historie aufweisen wie das Britische Pfund (GBP). Seit dem 8. Jahrhundert besteht in England das Pfund, zu seinen Anfangszeiten noch eine Maßeinheit, anhand deren sich kleinere Münzen ausrichteten. So ergab ein Pfund Silber 240 Silber-Sterlinge. Damit ist das britische Pfund Sterling die älteste bestehende Währung der Welt. Heute beziehungsweise seit dem Jahr 1971 teilt sich ein englisches Pfund in 100 Pence auf.

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Wertverlauf von 2002 bis 2007

In einer Chartansicht zum Euro zu britischen Pfund Währungsrechner zeigt sich, dass das englische Pfund seit der Einführung des Euros als Bargeld im Jahr 2002 innerhalb der ersten zwei Jahre eine leichte Abwertung erfuhr. Der Wert sank vom Eingangskurs, der bei etwa 1 Pfund zu 1,60 Euro lag, zum Jahreswechsel 2003 / 04 auf 1 Pfund zu 1,42 Euro. In den darauf folgenden Jahren bis in das erste Krisenjahr 2007 pendelte sich der Kurs bei einem ungefähren Mittelwert von 1 Pfund zu 1,45 Euro ein.

Diagramm-Euro-Pfund

Wertverlauf Britisches Pfund zu Euro von 2002 bis 2007 (zum Vergrößern anklicken)

Die Bankenkrise

England und im speziellen die City of London zählt als der weltgrößte Finanzplatz, noch vor der Wall-Street. Auf den britischen Inseln dominiert das Dienstleistungsgeschäft, während die industrielle Produktion immer stärker zurückgedrängt wird. Aus diesem Grund traf die in 2007 aus den USA kommende Welle der Bankenpleiten das Pfund als eine der stärksten Währungen am härtesten, noch intensiver als etwa den US-Dollar. Von Juli 2007 bis zum Jahreswechsel 2008/09 erfuhr das Pfund eine Abwertung auf 1 Pfund zu 1,05 Euro. Zudem besteht zwischen den beiden angelsächsischen Finanzplätzen London und New York eine sehr enge Verzahnung, sodass eine hohe Anzahl von Pfund-Anlagen in amerikanischen Investments steckten, unter anderem auch in den verhängnisvollen Hypotheken-Zertifikaten, die die Krise auslösten.  Im weiteren Verlauf konnte sich das Pfund gegenüber dem Euro, mit teilweise großen Ausschlägen nach unten, wieder erholen und erfuhr ab der Mitte 2014 einen bislang haltenden Aufwärtstrend der sich in der Chartansicht eines Euro zu britischen Pfund Währungsrechner so darstellt, das nun das Pfund bei ungefähr 1,40 Euro liegt.
Hier nun die Höchstwerte des britischen Pfunds nach Einführung des Euro als Bargeld im Jahr 2002.

Verlauf-Euro-Pfund-2002-2015

Verlauf-Euro-Pfund-2002-2015 (zum Vergrößern anklicken)

Januar 2002: 1 Pfund = 1,60 Euro
Januar 2007: 1 Pfund = 1,52 Euro
September 2008: 1 Pfund = 1,27 Euro
Juni 2012: 1 Pfund = 1,27 Euro
Juli 2015: 1 Pfund = 1,44 Euro

EU-Mitglied England

Obwohl England selbst Mitglied der EU ist, hat es sich wie Dänemark dazu entschieden, den Euro als Währung vorerst nicht anzunehmen. Zudem konnte das britische Königreich einige Sonderrechte mit Brüssel aushandeln, was England aktuell bezüglich ihrer Währung in einen Vorteil gegenüber anderer EU-Länder bringt. So gehört England nicht zu den Staaten der EU, die Griechenland Kredite oder Bürgschaften zur Verfügung stellen. Auf dem Devisenmarkt wird dies seit 2013 mit einem langsam steigenden Pfund belohnt. Ob dieser Vorteil lange Bestand hat, ist eine andere Frage und das die „Investition“ in Griechenland auch Früchte tragen kann, zeigt sich am Beispiel Deutschland, das durch die Zinslastsenkung bereits heute mehr Gewinn erzielte, als alle Kredite und Bürgschaften kosten würden, wenn Griechenland tatsächlich nicht zurück zahlt.

England – USA

Der enge Verbund der beiden großen Finanzplätze New York und London kann natürlich nur dann weiter bestehen, wenn England den Euro auch weiterhin nicht einführt. Danach sieht es aktuell nicht aus und selbst wenn, würde zuerst einmal eine Wartezeit von zwei Jahren entstehen, in der die Maastricht-Kriterien zu erfüllen sind. Für den Finanzplatz London wäre der Euro schlicht gesagt eine Katastrophe, denn mit dem Euro kommen nicht nur die Regularien zum Stabilitätspakt, sondern zugleich eine ganze Reihe von Verordnungen, die den aktuell äußerst liberalen Gesetzen bezüglich Finanzanlagen praktisch den Garaus machen würden. Wie sich der Euro auf die restliche Wirtschaft der britischen Inseln auswirken könnte, wenn er das offizielle Zahlungsmittel wäre, ist wiederum eine ganz andere Frage. Im Moment besteht gerade zwischen England und den USA wie vor der Bankenkrise ein Wechselspiel der Investments, wobei sich London als der meist lukrativere, aber auch risikoreiche Finanzpartner zeigt.  Obwohl das Britische Pfund eine starke Währung ist, wird es wesentlich weniger als Währungsreserve in Anspruch genommen wie etwa der Euro oder der Dollar, findet sich dafür aber verstärkt in spekulativen Finanzanlagen wieder. Solange diese Investments Gewinne abwerfen, stellt dies kein Problem dar und die quasi schon vorhandene Abkopplung des Pfundes von der britischen Wirtschaftsleistung ist nicht relevant. In Krisenzeiten zeigt sich aber, wie eben ab 2007, das dem Pfund eben genau diese wirtschaftlichen Pfunde fehlen, die Europa mit einem hohen Exportüberschuss und die USA mit einer erhöhten Binnennachfrage ausgleichen können.

Nicht wenige Fachleute sehen in der Konzentration Englands auf Finanzdienstleistungen die größte Gefahr sowohl für die Währung wie für die Wirtschaft, was die Chartansicht im Euro zu britischen Pfund Währungsrechner während der Krisenjahre deutlich zeigte.

 

 

Bildquelle: Tomas Rak/Bigstock.com

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