Euro zu US Dollar Währungsrechner

Der Dollar hat eine Berg- und Talfahrt hinter sichFoto ©Bigstock

Bei der Beobachtung eines Chartverlaufs in einem Euro zu US Dollar Währungsrechner, zeigt sich in den letzten Jahren eine wahre Achterbahnfahrt dieser beiden Leitwährungen zueinander. Der weitaus größte Teil des 20. Jahrhunderts stand unter der währungstechnischen Dominanz des US-Dollars und auch heute noch werden extrem wichtige Handelsgüter und Rohstoffe in US-Dollar berechnet, wie etwa das Rohöl. Doch mit dem neuen Jahrtausend veränderte sich langsam auch das Verhältnis der wirtschaftlichen Kräfte, wobei im Besonderen zwei Währungen dem US-Dollar Paroli geboten haben und dies nach wie vor tun. Einmal die chinesische Währung Renminbi oder Yuan und zum anderen der im Jahr 2002 als Bargeld in Umlauf gebrachte Euro.

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Der US-Dollar als Leitwährung

Die wirtschaftliche Stärke des US-Dollars über viele Jahrzehnte hinweg basiert vor allem auf einer sehr hohen Kaufkraft der US-Bevölkerung und einer damit einhergehenden Nachfrage ausländischer Güter. Die USA sind ein Land mit einer nach innen gerichteten Kultur und zeigen sich für ein Land dieser Größe und Infrastruktur erstaunlich wenig exportorientiert. Dafür spielt der Import von Waren und Rohstoffen eine sehr große Rolle. Die Binnennachfrage der USA ist das wichtigste Indiz für dessen wirtschaftliche Stärke. Dies zeigt sich im Kursverlauf bei einem Euro zu US Dollar Währungsrechner sehr deutlich. Gerade das Währungsverhältnis US-Dollar zu Euro ist ein Beleg für das Wechselspiel der Kräfte, denn in der wirtschaftlichen und politischen Struktur sind sich die beiden Staaten-Förderationen sehr ähnlich. Allerdings besitzt die USA einen großen Vorsprung als Leitwährung. Ganz anders verhält es sich mit dem chinesischen Yuan, der von der Zentralregierung in Peking gesteuert wird und schon seit vielen Jahren als absichtlich unterbewertet gilt, um so den Export chinesischer Produkte zu erleichtern.

Die Einführung des Euro

Noch in der Einführungsphase des Euro von 1999 bis 2002, als dieser als Buchwert geführt wurde, zeigten sich nicht wenige Finanzexperten davon überzeugt, das der Euro gegenüber dem US-Dollar die schwächere Währung sein wird. So mancher Skeptiker sah sogar den haltlosen Absturz des Euros an den Börsen voraus. Dies bewahrheitete sich in keiner Weise – im Gegenteil. Während der Euro bei seiner Einführung als Bargeld im Jahr 2002 noch bei etwa 0,90 Euro zu 1 US-Dollar stand, verzeichnete die europäische Gemeinschaftswährung einen fast stetigen Kursverlauf nach oben. Allein im ersten Jahr seiner Einführung legte der Euro um rund 10 Cent zu und stand zum Jahreswechsel 2003 auf gleicher Höhe mit dem US-Dollar. Mit kleinen Schwankungen nach unten hielt sich dieser stetige Aufwärtstrend und erreichte im Jahr 2008 seinen Höhepunkt als der Euro zeitweise mit über 1,55 US-Dollar bewertet wurde. Dies war gleichzeitig der Höhepunkt der amerikanischen Bankenkrise, verursacht durch unseriöse Hypotheken-Zertifikate, die von den Investment-Abteilungen der großen US-Banken in Umlauf gebracht wurden. Diese Krise griff unter anderem auch auf Europa über, was sowohl in den USA wie in Europa zu einem Desaster gerade für Großbanken führte, die letztlich mit Unsummen staatlicher Mittel gerettet werden mussten. Seit dem Ausbruch der Krise im Jahr 2007 vollführten die beiden Währungen immer wieder große Kurssprünge, meist angeheizt durch Spekulationen über politische oder wirtschaftliche Kennzahlen unterschiedlichster Art.

Der Kursrutsch des Euros

Ab etwa der Mitte des Jahres 2014 begann jedoch ein Abwärtstrend des Euro einzusetzen. Verursacht wurde dieser Kursverlust im Verhältnis zum US-Dollar durch mehrere aufeinander treffende Faktoren. In Europa setzte sich der Streit um die Schulden Griechenlands unverändert fort und die Möglichkeit eines Ausstiegs der Griechen aus dem Euro wurde nun auch von führenden Politikern öffentlich diskutiert, was wiederum das Vertrauen in den Euro erschütterte. Gleichzeitig erholte sich die US-amerikanische Binnenwirtschaft und der Index der Arbeitslosenzahlen sank. Dies war zu einem nicht geringen Teil auch der Förderung von Gas mittels Fracking zu verdanken, das in den USA auf breiter Front betrieben wird. Dadurch sanken die Energieimporte des Landes in einem so erheblichen Ausmaß, das in der Folge der Rohölpreis fast schon ins Bodenlose stürzte.

Höhepunkt des US-Dollars

Seinen währungstechnischen Höhepunkt erreichte der US-Dollar zu Anfang des Jahres 2015. zu diesem Zeitpunkt erreichte der US-Dollar eine Quote von 1,05 US-Dollar zu 1 Euro. Schon im Vorfeld spekulierten viele Fachleute darüber, das der US-Dollar zum Euro wieder wie im Jahr 2003 Parität erreichen könnte.
Hier noch einmal die Höhepunkte der Währung im Verhältnis zum Euro anhand des Chartverlaufs in einem Euro zu US Dollar Währungsrechner.

Graphische Darstellung des Euro-Dollar-Verältnisses

Graphische Darstellung des Euro-Dollar-Verältnisses (Durch Klicken vergrößern)

September 2000: 1 USD = 0,84 Euro
Oktober 2005: 1 USD = 1,18 Euro
April 2010: 1 USD = 1,22 Euro
Februar 2015: 1 USD = 1,05 Euro

Die Schwierigkeiten des US-Dollars liegen unter anderem in der großen Schuldenlast, die die USA zu tragen haben, vor allem gegenüber China, das inzwischen der größte Gläubiger der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Der Dollar selbst zeigte sich in den letzten Jahren nach der Bankenkrise relativ unverändert, dafür zeigte jedoch sein größter Kontrahent, der Euro, große Schwächen.

 

 

 

Bildquelle: Tsokur Julia/Bigstock.com

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