Für den Fall der Fälle – die Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine Pflichtversicherung, sofern sich der Versicherungsnehmer in einem Angestelltenverhältnis befindet. Hierbei entrichtet jeder Angestellte automatisch einen Beitrag an die Unfallversicherung. Sie versichert den Versichungsnehmer im Fall eines Unfalls und kommt für die Kosten auf, die infolge eines Unfalls entstehen können.

Die gesetzliche Unfallversicherung erbringt jedoch nur eine Leistung, wenn ein Unfall auf der Arbeit oder auf dem Weg dorthin geschieht, jedoch zahlt sie nichts, wenn sich ein Unfall außerhalb dieses Zeitraumes ereignet. Für diesen Zeitraum kann nur eine private Unfallversicherung zahlen, die wiederum keine Pflichtversicherung ist sondern freiwillig abgeschlossen wird.

Eine Unfallversicherung soll für den finanziellen Schaden aufkommen, der der versicherten Person durch einen Unfall entsteht. Ein Unfall liegt rein rechtlich betrachtet dann vor, wenn „ein plötzliches, von außen auf den Körper des Versicherten einwirkendes Ereignis, das eine dauerhafte oder bleibende Schädigung hervorruft“, stattfindet. Dies gilt aber nicht für gesundheitliche Unfälle wie etwa einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, da diese nicht direkt als Unfall gelten. In den meisten Fällen ist die Leistung von der Schwere des Unfalls und den damit zusammenhängenden Kosten abhängig. Es gibt bei den Versicherungen verschiedene Tarife, die in unterschiedlichen Stufen ihre Auszahlungssummen gliedern.
Eine private Unfallversicherung sorgt weltweit dafür, dass man rund um die Uhr versichert ist. Hat der Versicherungsnehmer nun sowohl eine gesetzliche als auch eine private Unfallversicherung, so erhält er sogar doppelt Leistungen. Eine solche Versicherung lohnt sich also in jedem Fall.

Die Versichungssumme kann von den Versicherungsnehmern festgelegt werden. In den meisten Versicherungsgesellschaften kann man zwischen einer sogenannten Unfallrente oder einer einmaligen Kapitalzahlung wählen. Bei der einmaligen Kapitalzahlung sollte man diese so hoch wählen, dass man mit diesem Geld bei einem guten Zinssatz aus den entstehenden Zinserträgen weiterleben kann. Die Unfallrente dagegen beinhaltet eine monatliche Zahlung eines bestimmten Betrages. Insgesamt sollte die Versicherungssumme mindestens 100 000 Euro betragen.

Wer eine private Unfallversicherung abschließt, ist auch für die meisten aller Sportarten versichert. Bestimmte Risikosportarten wie zum Beispiel Bungeejumping, Tiefseetauchen oder häufige Motorradrennen sind oft von den Versicherern ausgeschlossen, da hier das Unfallrisiko zu hoch ist. Wer solche Sportarten versichern will, sollte vorab genau in die Bedingungen schauen. Meist kann man solche Sportarten durch eine spezielle Versicherung ebenfalls versichern, zahlt aber dafür relativ hohe Beiträge.

Die privaten Unfallversicherungen unterscheiden sich preislich untereinander. Man sollte einen Preisvergleich online vornehmen oder sich von einer unabhängigen Stelle wie einem Versicherungsmakler beraten lassen. Da sich die Tarife und Bedingungen auch innerhalb der Versicherungen ändern können, sollte ein solcher Vergleich etwa alle zwei Jahre stattfinden.