Gold und Silber als Wertanlage

Während die Bankenkrise weiterhin Kollateralschäden verursacht, suchen viel Anleger nach einer risikoarmen Variante der Geldanlage. Anlagemünzen aus Gold, Silber oder Platin stellen eine beliebte Variante dar. Die Sonderprägungen orientieren sich an den Kursen der Edelmetalle und überzeugen mit historischem Hintergrund.

Wer sich für eine Anlagemünze entscheidet, sollte den Unterschied zur historischen Münze kennen. Historische Münzen zeichnen sich durch ihre Altertümlichkeit und Seltenheit aus. Nur wenige Geldstücke aus der Zeit des Bürgerkriegs, des deutschen Königreichs oder der alten englischen Monarchien sind in gutem Zustand erhalten. Der historische Hintergrund und die rare Auswahl machen die Münzen zu einer Alternative für Sammler und Anleger.

Neue Münzen mit historischem Bezug

Einen anderen Weg gehen Anlagemünzen. Die historisch angehauchten Geldstücke stellen Neuprägungen alter Motive dar. So finden sich Indianer oder Koalas auf den polierten Münzen wieder und präsentieren die Geschichte eines Landes. Wesentlich interessanter ist jedoch die Wertentwicklung der Anlagemünzen. Da sie offiziell als Anlagegold geführt werden, richtet sich der nominelle Wert nach dem aktuellen Gold-, Silber,- oder Platinwert.

Auf den Münzen selbst finden sich neben den Motiven auch die Währung und eine Gewichtsangabe wieder. Das Gewicht wird dabei in den meisten Fällen in Feinunzen angegeben, der klassischen Einheit der Edelmetalle. Dadurch kann jeder Besitzer einer Anlagemünze direkt sehen, welchen Wert das Geldstück besitzt. Für Sammler besonders interessant sind die neuen Kreationen der Anlagemünzen, die Anleger eher weniger interessieren. Eine höhere Wertsteigerung versprechen die Klassiker aus Gold, Silber oder Platin.

Die beliebtesten Klassiker

Dazu gehört in erster Linie die American Buffalo. Die 24-Karat-Münze zeigt einen Indianerkopf aus dem Jahr 1913 und den namensgebenden Büffel auf der Rückseite. Geldstücke aus dem Prägejahr 2006 mit einer Größe von einer Unze besitzen einen Wert von 50 US-Dollar. Da die Münze erst seit Kurzem geprägt wird, ist der Bezug in Deutschland umständlich. Über Spezialseiten, die den Fokus auf den Import von Anlagemünzen legen, kommt man jedoch auch hierzulande an den modernen Klassiker.

Zu den weiteren Klassikern gehört das Geldstück „Wiener Philharmoniker“, das eine Orgel und Instrumente abbildet. Bei einer Größe von einer Unze beträgt der Wert 100 Euro. Ebenfalls als Anlage beliebt sind der amerikanische „Nugget“ und der kanadische „Maple Leaf“, wobei das letztgenannte Geldstück sogar aus Platin besteht. Eine große Auswahl an neuen und alten Anlagemünzen findet man auf http://www.muenzkontor.de/wissenswertes/anlagemuenzen. Die abschließende Frage nach der Wertsteigerung kann nicht vollständig beantwortet werden.

Anlagemünzen: Ja oder Nein?

Zu den Komponenten einer Wertsteigerung gehören der Kurs der Edelmetalle und die Nachfrage nach den Anlagemünzen. Da aktuell relativ viele Sondermünzen in den Umlauf gebracht werden, ist eine schnelle Steigerung des nominellen Wertes nicht zu erwarten. Erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten könnte sich der Einkauf als Gewinn erweisen, wenn die Goldpreise steigen und Sammler auf die Geldstücke aufmerksam werden. Bis dahin stellen die Neuprägungen eine solide Anlage dar, die auch auf Kursschwankungen kaum reagiert.