Ist Ihr Girokonto zu teuer?

Ein Girokonto kann sehr teuer werden (Bildquelle: BigStock-ID: 54926897 by ginasanders)Foto ©Bigstock

Viele Menschen verbinden den Begriff eines Kontos mit der Möglichkeit zum Sparen. Waren Konten in der Vergangenheit tatsächlich ein Instrument für das individuelle Sparen, so wurden sie innerhalb der letzten Jahrzehnte stattdessen zu einer Einnahmequelle für Banken und Kreditinstitute. Besonders das Girokonto, über das beinahe jeder Zeitgenosse heute verfügt, eignet sich immer seltener zum Sparen.

Kaum mehr zum Sparen tauglich

Eine Untersuchung der Stiftung Warentest, die im Januar des Jahres 2013 stattfand und sich auf die Konditionen von Girokonten bezog, ergab, dass von 177 Anbietern von Gehalts- und Rentenkonten, gerade einmal ganze 25 kostenlos waren. Nicht genug damit, dass die meisten Banken und Kreditinstitute die zum Sparen unerlässlichen Zinsen immer seltener auf Girokonten gewähren, es boomt stattdessen vor allem das Gebühren-Unwesen.

Bankgebühren bei Girokonten

Der Kunde vertraut der Bank sein Geld an. Er erlaubt ihr, damit zu wirtschaften und Zinsgewinne zu erzielen, indem sie damit spekuliert und das bei ihr deponierte Guthaben sogar weiter gegen Zinsen verleiht. Der Kunde verzichtet sogar häufig auf Zinsen für sein Girokonto. Doch nicht genug damit. Die Gier der Banken ist offenbar so groß, dass sie außerdem für die Möglichkeit, mit dem Geld des Kunden Zinsen in die eigene Tasche zu erwirtschaften, während dieser dabei leer ausgeht, auch noch Gebühren vom Kunden verlangt. Dies ist zunächst einmal die Kontoführungsgebühr, die als Pauschale oder je Buchungsposten berechnet wird. Aber dies ist oft noch nicht alles.

Ausnahmen machen ein kostenloses Konto teuer

Obwohl die Kreditinstitute für ihre sogenannten vertraglichen Nebenpflichten keine extra Gebühren berechnen dürfen, sind hier Ausnahmen zulässig, von denen kräftig Gebrauch gemacht wird. Wird beispielsweise ein Abbuchungsauftrag durch die Bank abgelehnt, dann nutzen zahlreiche Institute diese Möglichkeiten, um den Kunden kostenpflichtig davon zu unterrichten. Ähnliches gilt für die regelmäßige und unaufgeforderte Zusendung der Kontoauszüge an den Kunden, für die manche Bank munter kassiert. Selbst die Einrichtung oder Schließung von Girokonten, die Nachforschung nach fehlgeleiteten Überweisungen oder die Zusendung einer neuen EC-Karte, sind nicht selten mit Gebühren bewehrt. Der Gesetzgeber hat diesen ärgerlichen Tatbestand jedoch offenbar bereits erkannt.

Sich informieren

Es ist daher sinnvoll, sich regelmäßig über die Konditionen der Anbieter von Girokonten zu informieren. Vergleichen können Sie z. B. auf www.onlinegirokontovergleich.com.

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