Kostenlose EC Karten

Mittlerweile dürfte jeder Deutsche, der ein Girokonto nutzt, auch im Besitz einer EC-Karte sein. Über neun Millionen Akzeptanzstellen in aller Welt ermöglichen das bargeldlose Bezahlen an elektronischen Kassen von Geschäften, Hotels, Tankstellen und Restaurants. Die EC-Karte gibt es in Deutschland seit 1968.

Mit den ersten EC Karten konnte man nur Geld am Automaten abheben

Mit den ersten EC Karten konnte man nur Geld am Automaten abheben

Die ersten EC Karten waren noch mit einem Magnetstreifen ausgestattet und ermöglichten es Geld am Automaten abzuholen. Später kam ein Chip hinzu, wodurch die Karte die Funktion einer Geldkarte erhielt. Mit Chip ausgestattete Karten ermöglichen unterschiedliche Transaktionen vom Bezahlen bis zum Geldaufladen. Die EC-Karten werden seit 2002 mit dem Maestro-Symbol versehen und werden seitdem weltweit akzeptiert. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Maestro-Kreditkarte. Kunden können ihre EC-Karte im Rahmen des Guthabens sowie eines eventuellen Dispositionskredits für Zahlungen einsetzen.

Zahlreiche Banken werben Kunden damit, dass Sie die Kontoeröffnung mit dem Erhalt einer kostenlosen EC-Karte verbinden. Nicht immer ist alles kostenlos. Versteckte Kosten sind meist erst im Kleingedruckten zu lesen. Einige Banken verlangen zwar keine monatlichen oder jährlichen Nutzungsgebühren, dafür stellen sie Transaktionsgebühren in Rechnung. Andere Banken befristen die kostenlose Nutzung einer EC-Karte auf ein Jahr. Eine EC-Karte ist nur unter bestimmten Umständen tatsächlich kostenlos. Dabei dürfen weder für den Besitz noch für irgendwelche Transaktionen spezielle Gebühren anfallen. Auch hier schränken einige Geldinstitute die Gebührenfreiheit ein, indem sie einen bestimmten monatlichen Geldeingang fordern. Wer sich Bargeld nicht am bankeigenen Geldautomaten oder den Automaten von Partnerbanken holt, muss dafür unter Umständen extra Gebühren bezahlen. Bargeld mit der EC-Karte kostet an bankfremden Geldautomaten in Deutschland von 1,95 bis 4 Euro (Stand 2012). In einigen Fällen sind auch Gebühren bis 10 Euro möglich.

Wer mit der EC-Karte im Supermarkt oder Reisebüro bezahlt, muss keine zusätzlichen Gebühren fürchten. Der Händler übernimmt in diesem Fall alle Kosten für die Transaktion. Bei Gebühren im Ausland ist zwischen Bargeldabhebung in EU-Ländern und dem außereuropäischen Ausland zu unterscheiden. In der EU ist das Bezahlen mit der EC-Karte gebührenfrei möglich. Außerhalb des EU-Währungsraumes fallen meist zumindest sogenannte Fremdwährungsgebühren an. Die Höhe der Provision beträgt bis zu ein Prozent des abgehobenen Betrages, mindestens aber 3,50 Euro. Das elek- tronische Bargeld erhalten deutsche Bankkunden mittlerweile unter einem neuen Namen. Die Electronic-Cash-Card (EC) wird durch die Girocard ersetzt. Bis zum Ablaufdatum bleiben alle EC-Karten weiterhin gültig. Eine Neuerung erwartet alle Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Bis Ende 2015 werden alle neuen Girokarten mit einer Antenne im Chip ausgestattet, um das kontaktlose Bezahlen mit sogenannten Funk-EC-Karten zu ermöglichen.